Klischee-Anstalt
Cl. Jaehde GmbH
Motzener Straße 19
12277 Berlin
Tel. (030) 6124024
Fax (030) 6189141
ISDN (030) 61702233
info@jaehde.de

 

 
1897 - 1944

Die Klischee-Anstalt Cl. Jaehde wurde im Jahr 1897 als Galvanoplastische Anstalt Clara Jaehde gegründet. Das genaue Datum ist nicht mehr zu ermitteln, da die Archive von Jaehde, dem Handelsregister und dem Verband der Druckindustrie sämtlich im Krieg zerstört wurden.

Das Ehepaar Clara und Felix Jaehde hatte drei Kinder. Im Jahr 1923 heiratete die jüngste Tochter Erna Jaehde den in der Firma beschäftigten Galvanoplastiker Karl Partenheimer, der die Firma 1928 übernahm. Im Jahr 1944 wurde die Firma bei einem Bombenangriff fast vollständig zerstört.

 
Familie Jaehde v.l.n.r.:
Clara, unbekannt , unbekannt , Felix, Erna

 
Karl Partenheimer, 1928 Firmeninhaber
 
1945 - 1989

Nach Kriegsende baute Herr Partenheimer die Firma Jaehde in Ostberlin neu auf. In der Chronologie der Firma spiegelt sich auch ein wenig deutsch / deutsche Geschichte wider. Das Ehepaar Partenheimer wohnte in Westberlin. Aufgrund einer ostberliner Magistratsverordnung wurde ihnen deshalb der Betrieb 1952 enteignet und später einem Kombinat zugeteilt. Zu diesem Zeitpunkt konnte man aber noch ohne Behinderung zwischen West- und Ostberlin pendeln.

Nach der Enteignung im Osten, baute Herr Partenheimer den Betrieb dann in Westberlin, in einem typischen Berliner Gewerbehof, wieder neu auf und führte ihn dort weiter. Der "Ostberliner Betrieb" ist irgendwann aufgelöst worden.

In dieser Zeit wurden noch Galvanos und Stereos für die vorwiegend in Berlin
ansässigen Buchdruckereien produziert. Über die Materntechnik wurden Gummiklischees für den Flexodruck gefertigt, was dann zur Hauptproduktion wurde, da der Buchdruck immer mehr an Bedeutung verlor.
 
Ferdinand Schlegel

1975 übernahm Herr Ferdinand Schlegel, ein Enkel des Firmengründers Felix Jaehde den Betrieb. Mit der Einführung der Fotopolymer Klischees stellte Herr Schlegel schon damals die Flexoklischeefertigung auf diese Technik um. Dazu kamen Fotosatz und eine Reproduktions-Abteilung. Durch die geografische und politische Lage wurde vorwiegend für den Westberliner Markt produziert, mit Ausnahme von Flexoklischees für Preisauszeichnung die in die Bundesreplublik und das westliche Ausland geliefert wurden.

1990 - 2000

Im August 1990 erwarb Herr Bernd Rohn den Betrieb und führt ihn seitdem mit seiner Frau Rosemarie Rohn. Die Produktion wurde vergrößert, modernisiert, auf umweltverträgliche Technik umgestellt, statt Fotosatz Computertechnik eingeführt und die überregionale Vermarktung durch Aufbau von derzeit vier Stützpunkten mit qualifizierten Außendienstmitarbeitern.

2001

Die positive Entwicklung der Firma in den vergangenen Jahren und die stetigen Investitionen in neue Technologien ließen die Räume zu eng werden. Eine Erweiterung erfolgte mit einem Umzug in den Süden Berlins. Am 23.07.2001 wurde die Produktion am neuen Standort aufgenommen. Damit verbunden war ein weiterer technologischer Sprung in zukunftsweisende Technologien. Diese Verlagerung schließt eine lange traditionsreiche Entwicklung ab und ist nunmehr ausschließlich verbunden mit dem Namen des Inhaber- Ehepaares Rosemarie und Bernd Rohn.