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Die Klischee-Anstalt
Cl. Jaehde wurde im Jahr 1897 als Galvanoplastische Anstalt
Clara Jaehde gegründet. Das genaue Datum ist nicht mehr
zu ermitteln, da die Archive von Jaehde, dem Handelsregister
und dem Verband der Druckindustrie sämtlich im Krieg
zerstört wurden.
Das Ehepaar Clara und Felix Jaehde hatte drei Kinder. Im Jahr
1923 heiratete die jüngste Tochter Erna Jaehde den in
der Firma beschäftigten Galvanoplastiker Karl Partenheimer,
der die Firma 1928 übernahm. Im Jahr 1944 wurde die Firma
bei einem Bombenangriff fast vollständig zerstört.
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Familie
Jaehde v.l.n.r.:
Clara, unbekannt , unbekannt , Felix, Erna |
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| Karl
Partenheimer, 1928 Firmeninhaber |
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Nach Kriegsende
baute Herr Partenheimer die Firma Jaehde in Ostberlin neu auf. In
der Chronologie der Firma spiegelt sich auch ein wenig deutsch /
deutsche Geschichte wider. Das Ehepaar Partenheimer wohnte in Westberlin.
Aufgrund einer ostberliner Magistratsverordnung wurde ihnen deshalb
der Betrieb 1952 enteignet und später einem Kombinat zugeteilt.
Zu diesem Zeitpunkt konnte man aber noch ohne Behinderung zwischen
West- und Ostberlin pendeln.
Nach der Enteignung im Osten, baute Herr Partenheimer den Betrieb
dann in Westberlin, in einem typischen Berliner Gewerbehof, wieder
neu auf und führte ihn dort weiter. Der "Ostberliner Betrieb"
ist irgendwann aufgelöst worden.
In dieser Zeit wurden noch Galvanos und Stereos für die vorwiegend
in Berlin ansässigen
Buchdruckereien produziert. Über
die Materntechnik wurden Gummiklischees für den Flexodruck
gefertigt, was dann zur Hauptproduktion wurde,
da der Buchdruck immer mehr an Bedeutung verlor.
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1975
übernahm Herr Ferdinand Schlegel, ein Enkel des Firmengründers
Felix Jaehde den Betrieb. Mit der Einführung der Fotopolymer
Klischees stellte Herr Schlegel schon damals die Flexoklischeefertigung
auf diese Technik um. Dazu kamen Fotosatz und eine Reproduktions-Abteilung.
Durch die geografische und politische Lage wurde vorwiegend für
den Westberliner Markt produziert, mit Ausnahme von Flexoklischees
für Preisauszeichnung die in die Bundesreplublik und das westliche
Ausland geliefert wurden.
Im August 1990
erwarb Herr Bernd Rohn den Betrieb und führt ihn seitdem mit
seiner Frau Rosemarie Rohn. Die Produktion wurde vergrößert,
modernisiert, auf umweltverträgliche Technik umgestellt, statt
Fotosatz Computertechnik eingeführt und die überregionale
Vermarktung durch Aufbau von derzeit vier Stützpunkten mit
qualifizierten Außendienstmitarbeitern.
Die positive
Entwicklung der Firma in den vergangenen Jahren und die stetigen
Investitionen in neue Technologien ließen die Räume zu
eng werden. Eine Erweiterung erfolgte mit einem Umzug in den Süden
Berlins. Am 23.07.2001 wurde die Produktion am neuen Standort aufgenommen.
Damit verbunden war ein weiterer technologischer Sprung in zukunftsweisende
Technologien. Diese Verlagerung schließt eine lange traditionsreiche
Entwicklung ab und ist nunmehr ausschließlich verbunden mit
dem Namen des Inhaber- Ehepaares Rosemarie und Bernd Rohn.

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