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Hochdruck

Unserer Kernkompetenz ist die Herstellung von Druckformen und Druckplatten für den Hochdruck insbesondere für den Flexodruck. Der Hochdruck ist das wohl älteste Druckverfahren der Welt. Bereits im Alten Ägypten wurden Stempel gefertigt, die das Prinzip des Hochdrucks bzw. Stempeldrucks heute noch gut verdeutlichen. Die neuere Geschichte des Hochdrucks ist eng verbunden mit dem Namen Johannes Gutenberg. Er erfand die Druckerpresse und den modernen Buchdruck.

Hochdruckform heute - Polymerklischee

Was ist der Hochdruck?

Der Hochdruck bzw. das Hochdruckverfahren ist eine Drucktechnik, bei der die druckenden Elemente auf der höheren Ebene liegen. Nur die erhabenen, bildtragenden Teile der Druckform führen die Farbe und ergeben das Druckbild. Der Hochdruck umfasst zwei Druckverfahren, den Buchdruck und den neueren Flexodruck. Beides sind Direktdruckverfahren, bei denen das Druckbild auf der Druckform seitenverkehrt bebildert ist.

WAS IST DER BUCHDRUCK?

Der Buchdruck ist die älteste bekannte Methode und leitete vor ca. 500 Jahren die erste Massenproduktion von Drucksachen ein. Es ist somit der Urvater aller Drucktechniken. In den Anfängen bestanden die Druckformen aus einzelnen angeordneten Buchstaben, den sogenannten Lettern. Dieses Hochdruckverfahren wurde über 400 Jahre für den Druck von Büchern und Zeitungen verwendet. Heute hat der Offsetdruck den Buchdruck weitestgehend abgelöst. Es werden hauptsächlich noch Formulare, Etiketten etc. mit diesem Verfahren produziert.

Die Druckprinzipien sind flach, rotativ oder translativ (semirotativ). Die Druckwerke sind mehrwalzig und die Druckfarbe ist hochviskos. Die heutigen Druckformen sind meist fotopolymere Druckplatten mit großer Härte.

flexibles Klischee auf Trägerfolie montiert
Bsp. Platte Letterset

Was ist der Flexodruck?

Der Flexodruck ist heute das wichtigste Hochdruckverfahren. Im Gegensatz zum Buchdruck gilt für Flexodruck-Formen ein völlig anderes Anforderungsprofil. Sie müssen vor allem flexibel, elastisch und dehnbar sein, um Oberflächen- und Prozesstoleranzen auszugleichen. Zudem müssen sie ein gutes Rückstellverhalten aufweisen und sich unterschiedlichen Zylinderdurchmessern anpassen. 

Das Druckprinzip ist fast ausnahmslos rotativ. Das Druckformat wird durch die Abwicklungslänge des Formatzylinders bestimmt, auf den die Druckform aufgezogen wird. Die Druckwerke sind einzügig und die Druckfarbe ist niedrigviskos. Die Druckformen haben eine geringere Härte und sind meist fotopolymere Druckplatten, s.g. Flexoklischees. Häufige Alternativen sind fotopolymere und elastomere (Gummi) Endlos-/Nahtlos-Formen und seltener elastomere Plattenklischees. 

Wegen des Druckwerkaufbaus erfolgen Verteilung und Dosierung der zu übertragenden Farbe durch Rasterwalzen mit unterschiedlicher Auflösung und angepasstem Volumen. Rakel streifen überschüssige Farbe von der Rasterwalze ab. 

Der Flexodruck ist das typische Druckverfahren im Verpackungsdruck. Es hat sich in den vergangenen Jahren auch bei hochwertigen Drucken expansiv gegen den Tiefdruck und den Offsetdruck durchgesetzt.  Mit hochentwickelten Verfahrenstechniken werden Drucke mit enormem Qualitätsanspruch realisiert. 

Die Haupteinsatzgebiete des Flexodrucks sind das Bedrucken von Kunststoff, Papier, Karton und Pappe. Die wesentlichen Druckprinzipien sind Rolle/Rolle, Rolle/Bogen, Bogen/Bogen. Seltenere Anwendung ist das direkte bedrucken geometrischer Körper, wie z.B. von Tuben.  

Ein weiteres wichtiges Einsatzgebiet ist die Veredlung im Bogenoffset. Die meisten modernen Bogenoffset-Maschinen haben ein oder zwei nachgeschaltete Lackierwerke. Wegen der zu übertragenden großen Farbmengen sind das Flexodruckwerke, in denen Lacke und Metallpigmentfarben mit unterschiedlichsten Effekten inline übertragen werden.   

Im außereuropäischen Ausland findet der Flexodruck auch im Zeitungsdruck Anwendung.

WAS IST LETTERSET?

Letterset ist ein auf dem Buchdruckprinzip beruhendes, jedoch indirektes Druckverfahren. Seitenrichtig bebilderte Buchdruckformen übertragen die hochviskose Farbe auf einen Gummizylinder oder Gummistempel als Zwischenträger. Von da erfolgt der Übertrag auf das Substrat. Letterset findet Anwendung beim Bedrucken von fertigen Packmitteln, z.B. Bechern und Deckeln. Oftmals liegen alle Farben des Druckbildes gemeinsam auf dem Zwischenträger und werden als Ganzes übertragen. Letterset wird wegen seines indirekten Prinzips häufig mit dem Trockenoffset verwechselt.

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